Coronavirus (Sars Covid 19) - schwerere Verläufe durch Übergewicht und Adipositas

Tatsächlich weiß man mittlerweile, dass Übergewicht und vor allem Adipositas (BMI >25) das Risiko eines schweren Verlaufes der Covid 19 Infektion enorm erhöht. Natürlich gilt das gleiche auch für Untergewicht und Mangelernährung.

Warum sind Verläufe des Coronavirus durch Übergewicht schwerer?

Meistens liegen Begleiterkrankungen vor: Diabetes, Bluthochdruck. Aber auch Entzündungsprozesse im Körper spielen eine Rolle. Bei Übergewichtigen spricht man meist schon von einem chronischen Entzündungsprozess, der vor allem vom Bauchfett gebildet wird. Das passiert im Hintergrund und muss nicht einmal bemerkt werden. Es kann sich in erhöhter Infektanfälligkeit, schlechter Wundheilung und dem Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen äußern. Somit ist der Körper anfälliger für das Coronavirus und die Symptome bzw. der Ausbruch dann schwerer.

Vitaminmängel, Fehlernährung und Nahrungsergänzungsmittel

Abgesehen von den Entzündungsprozessen, spielen auch Vitaminmängel und Fehlernährung beim Ausbruch und der Schwere von COVID 19 eine Rolle. Wer sich schlecht ernährt, nimmt weniger "schützende" Vitamine und Mineralstoffe auf. Diese sind aber wichtig für unser Immunsystem. Vorreiter sind Zink und Vitamin C, aber meist kommt ein Mangel nicht allein.

Helfen Nahrungsergänzungsmittel bei einer COVID 19 Infektion?

In der Winterzeit schadet es grundsätzlich nicht für 1- 2 Monate zu einem Multivitaminpräparat zu greifen wenn man weiß, dass die Ernährung nicht passt. Achtung: Einige Vitamine kann man überdosieren und damit zum Beispiel die Niere schädigen, bei einigen wird einfach ein teurer Urin oder Stuhl produziert wenn man zu viel einnimmt. Deshalb: NIEMALS unkontrolliert mehrere Präparate auf lange Zeit nehmen!

Welche Präparate können in welchen Dosen eingenommen werden, müssen aber vorab mit dem Arzt abgesprochen werden!

* Vitamin C: Zur Prävention 2 g pro Tag, bei aktiver Infektion kann die Dosis erhöht werden! Bitte aber mit dem Arzt absprechen.

* Zink: Zur Prävention 15 mg, 30mg oder mehr bei akuter Infektion.

* Selen: Kann ebenfalls ergänzt werden. Sie können aber auch 2 Paranüsse pro Tag zu sich nehmen und Ihren Selen Bedarf damit decken!

* Vitamin D: Ihr Blutspiegel sollte unbedingt im oberen dritter liegen! Besprechen Sie gegebenenfalls mit Ihrem Arzt die individuelle Dosierung von Vitamin D Nahrungsergänzung. 

* Quercentin: Stärkt das Immunsystem. Essen Sie Zwiebeln!!! Täglich mindestens 1 Stück!

Coronavirus und Darm

Man weiß: 80% der Immunzellen sitzen im Darm. Wer sich schlecht ernährt, wenig Ballaststoffe als Nahrung für die guten Darmbakterien zu sich nimmt, dessen Immunsystem ist anfällig. Nicht nur für Infektionen wie dem Coronavirus, auch für Nahrungsmittelintoleranzen, Allergien, Depressionen und Burnout, Autoimmunerkrankungen wie Rheuma und vieles mehr! Auch Müdikgkeit, schlechtes Wohlbefinden, all das kann an einem schlechten Darmmikrobiom liegen. Das UM und AUF sind dabei Ballaststoffe. 30g pro Tag sollten es sein. Diesen Wert erreicht man übrigens nur wenn man Getreide NUR in der Vollkornvariante verwendet, ausreichend Gemüse isst und Hülsenfrüchte in die Ernährung einbaut. Auch sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe liebt der Darm: dunkle Schokolade! Beeren uä. Ohne Kohlenhydrate und Beilagen kann dieser Wert von 30g übrigens NICHT erreicht werden (z.B. bei einer Low Carb Ernährung) Aber auch bei glutenfreier Ernährung wird es schwer!

Low Carb Ernährung und glutenfreie Ernährung kann das Risiko für einen schweren COVID Verlauf erhöhen!

Tatsächlich sind beide Ernährungsformen besonders schlecht für den Darm. Bei einer Low Carb Ernährung werden vermehrt tierische Fette aufgenommen, die unser Immunsystem schwächen und uns anfällig für Entzündungen machen. Außerdem Mangelt es an Ballaststoffen. Denn unser Getreide wie Dinkel, Roggen aber auch der Weizen liefern davon in der Vollkornvariante eine enorm hohe Zahl. Um 30g Ballaststoffe nur durch Gemüse zu decken müssten wir davon täglich mindestens 1,5kg essen. Abgesehen davon gibt es eine enorme Bandbreite von Darmbakterien und alle benötigen "anderes" Futter. So nähren wir mit Milchprodukten wie Joghurt, andere Darmbakterien wie durch Vollkorngetreide. Die Abwechslung ist also das UM und AUF! Die Schwächen bei einer glutenfreien Ernährungs liegen also ebenfalls in einer einseitigen Ernährung und dem Fehlen der Ballaststoffe aus Vollkorngetreide.

Wie kann man nun das Coronavirus am besten abwehren?

  • Gewicht reduzieren
  • ausgewogen ernähren:
    • Für die Darmflora: Ballaststoffe wie Vollkorngetreide, Gemüse und Hülsenfrüchte
    • Joghurt, Sauerkraut und Gerbstoffe wie z.B. in Beeren, dunkler Schokolade
    • gute Fette verwenden (omega 3 wie Rapsöl, Leinöl, Walnussöl bzw. Walnüsse)
    • tierische Fette vermeiden!
  • Stress reduzieren (schadet auch dem Darm)
  • Vitamin D Blutspiegel im oberen Drittel halten! Durch genug Tageslicht oder Nahrungsergänzung 
  • Wenn eine gesunde Ernährung nicht zu bewerkstelligen ist:
    • Einnahme eines Multivitaminpäparates (auf Zeit)
    • Einnahme von Probiotika (zb Omni Biotic) und Präbiotica
    • Beachten Sie, dass diese Nahrungsergänzungsmittel das Fehlen einer gesunden Ernährung NIE ausgleichen können, sie liefern aber einen Beitrag den körperlichen Zustand etwas zu verbessern. 

 

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